Broken Wings
von mufu
Prolog:
Hi, ich bin Chester. Ich bin 18 jahre alt. Relativ gro?. Braune Augen. Dunkelbraune Haare. Manche Leute sagen ich bin ein echt h?bscher Kerl. Es gibt nur eine Sache, die ziemlich auff?llig ist an mir, in k?rperlicher Hinsicht. Und diese Sache st?rt ziemlich viele Leute. Was ich meine, sind meine Tattoos. Ich habe ziemlich viele. An meinen Unterarmen sind rund ums Handgelenk Flammen eint?towiert. Sie sind Rot und Blau. Sie reichen fast bis zum Ellbogen. An meiner linken Hand am kleinen Finger habi ch meinen Mondstein, und direkt daneben am Ringfinger - nunja einen Ring. er war das Erkennungszeichen von meiner Band. Linkin Park. Diesen Namen habe ich auf meinem R?cken, genau wie zwei Drachen, die sich um eine Fantasiefigur winden, die meine Freundin Sam gezeichnet hat. Auf meinen Oberarmen habe ich Fische. das ist mein Sternzeichen. Diese Gegen?berstellung von Wasser und Feuer spiegelt meine Seele wieder. Ich bin eigentlich ein ganz netter Typ. Alle haben mich immer als charmanten netten Jungen von nebenan kennen gelernt. Ich hatte ein sch?nes Leben, wohlbeh?tet, harmonisch, im Einklang mit meiner Familie. Das waren meine Eltern, und mein kleiner Bruder Jay. Doch ich wurde aus dieser Idylle herausgerissen. Meine Eltern starben bei einem Autounfall. Mein Bruder und ich kamen in ein Heim, indem wir geschlagen und missbraucht wurden. deswegen hab ich irgendwann meinen Bruder gepackt und bin abgehauen. Ich war damals 16. Mein Bruder 3. seitdem lebten wir auf der Strasse, und all die Leute die mir vorher in den Arsch gekrochen sind behandeln mich jetzt wie Abschaum. Aber am besten erz?hle ich euch alles der Reihe nach.
1. home, sweet home
Ich war 16 Jahre alt und das Leben war einfach sch?n. Ich war ein zierlicher, gro?er M?dchenschwarm. Immer einer der Klassenbesten. Ich konnte mir aus den sch?rfsten Br?uten meiner Schule die hei?este raussuchen und wenn ich ihr ?berdr?ssig war oder der Sex nicht gut genug war , standen noch gen?gend anderer mindestens genauso s?sser M?dchen regelrecht Schlange, um mit mir zusammenzusein. Denn ich war nicht nur ein gut aussehender Typ, sondern auch noch Shouter und Frontmann der erfolgreichsten Jugendband in ganz Arizona. Linkin Park. und nat?rlich bewunderten mich alle Jungs wegen meiner unz?hligen Tattoos. Es gab kaum jemanden, der nicht mit mir befreundet sein wollte. Kurz gesagt : Ich war ein verdammt toller Typ.
Aber das Wichtigste in meinem Leben war nicht die Band, die Br?ute oder die Schule, sondern meine Familie. Meine Mutter war eine h?bsche Frau in den 40igern. Sie war die Sanftmut in Person und man konnte ?ber alles, und zwar wirklich ?ber alles mit ihr reden. Sie hatte ein offenes Ohr und einen guten Rat f?r Jeden. Ich kann gar nicht beschreiben ,wie froh ich war sie zu haben. Ich habe sie geliebt. Und das von ganzem Herzen. Mein Vater war ein cooler Typ. Unter der Woche arbeitete er als Werkpolier im Strassenbau. Ein echter Knochenjob, aber er liebte seinen Beruf.
Am Wochenende ist er dann mit mir auf die Piste gegangen. Er war es, der mir erlaubt hatte mir meine Tattoos stechen zu lassen. Sein Lieblingsspruch dazu war immer: " Junge dein K?rper ist dein Tempel - gestalte ihn!" Er hatte auch ein Unmenge Tattoos und verstand meine Leidenschaft. Selbst als ich ihn um ein Lippenpiercing gebeten habe, hatte er zugestimmt. Er war der beste Vater der Welt. Und dann war da noch mein kleiner Bruder Jay. Er konnte eine echte Nervens?ge sein aber ich verg?tterte ihn regelrecht. Egal was er wollte, von mir hat er alles bekommen. Die meisten gro?en Br?der hassen ihre kleinen Geschwister regelrecht. bei Jay und mir war das nicht so. Wir waren immer f?reinander da. Nat?rlich gab es manchmal Streit, aber das ist ja normal.
Wir wohnten in einer kleinen Stadt, ca 50 Meilen s?dlich von Phoenix. Es gab nicht viel. Ein paar L?den, eine Disco, ein Altersheim, nichts besonderes. Unsere Nachbarn waren okay. Wir hatten keine Probleme mit ihnen, nicht mal, wenn wir Bandprobe bei mir hatten. Oft kamen Nachbarn zu mir und baten mich auf ihre Kinder aufzupassen. Sie f?nden es so sch?n, wie ich mich um meinen kleinen Bruder k?mmern w?rde, da vertrauten sie mir. Trotz ausgeflippter Frisuren und Tattoos am ganzen K?rper. Mit dem Babysitten habe ich mir ein Meng Geld verdient. Das hab ich auch gebraucht, denn ich hab? einen regelrechten Schuhtick. Fast jede Woche hab ich mir ein neues Paar gekauft. Und meine Leidenschaft f?r Ringe fra? auch einen Haufen Geld, denn ich kaufte nichts Billiges. Nur das Beste f?r den Herrn Zuk?nftiger Rockstar.
2. bad blow (schiksalsschlag)
Es war ein Tag wie jeder andere in diesem sommer. Es war pr?gelhei?, 113? Fahrenheit im Schatten. Gott sei Dank waren Ferien und mein Bruder und ich konnten den ganzen Tag in unserem aufblasbaren Pool sitzen und uns von der Sonne braten lassen. Meine Eltern wollten einkaufen fahren, nach Phoenix, das hie? wir waren den ganzen Tag allein.
Ich genoss es im weichen Gras in der Sonne zuliegen und an meinen Songtexten zu schreiben, w?hrend mein Bruder auf der Hollywoodschaukel einen Mittagsschlaf hielt. Bei solchen Gelegenheiten hatte ich immer die besten Einf?lle. Gerade hatte ich wieder einen grandiosen Song geschrieben. Ich konnte es kaum erwarten, ihn meiner Band vorzustellen. Okay, er war f?r die Jahreszeit ein bisschen ungew?hnlich, aber er war trotzdem geil.
Grinsend rappelte ich mich auf und streifte mir die Bxershorts ab. Unser Garten war ringsum von einer hohen hecke umgeben, also lief ich oft nackt herum, um am ganzen K?rper gleich braun zu sein. ich wei?, meine Eitelkeit ist furchtber, aber mokkafarbene Haut ?berall und dann ein wei?er Hintern? - Na das geht ja mal gar nicht, oder? Wohlig fl?tzte ich im Gras und lie? mich von der Sonne br?unen. Nach einer Weile begann sich Jay zu r?hren. Er w?rde in ein paar Minuten aufwachen. Da kam mir ein Einfall. grinsend lief ich, nackt wie ich war, ins Haus und pl?nderte das Eisfach. Keine paar Minuten sp?ter, hatte ich 3 Schachteln Eis in Kugeln in eine Sch?ssel gepackt - Vanille, Schoko, und Karamell - und war mit zwei L?ffeln bewaffnet wieder in den garten gelaufen.
Ich stellte die Sch?ssel im Gras ab, legte mich davor und begann das Eis zu l?ffeln. Den anderen L?ffel versteckte ich unter meinem Bauch. Jay regte sich wieder. Langsam nur brachte er die Augen auf und g?hnte herzhaft, dann blickte er zu mir. Seine Augen wurden kugelrund, als er den Eisberg sah. Dann sprang er auf
und rannte zu mir. "Ich will auch, Chazy!", rief er. " Ich hab keins mehr. Das war das Letzte ", antwortete ich, ?u?erlich todernst, innerlich grinsend " Aber du isst es doch nicht ganz alleine!" jammerte Jay mit flehendem Blick. "Doch!" - "Och bitte, Chazy! Bitte, bitte, bitte!", bettelte er. " Gib mir einen Kuss!", forderte ich. in Windeseile war er bei mir und dr?ckte mir einen feuchten Kuss auf den Mund. Ich m?sste l?cheln. Er war so s??...grinsend zog ich den L?ffel unter meinem Bauch hervor und hielt ihn ihm hin. Seine Augen begannen zu leuchten. " Danke Chazy!" rief er fr?hlich, " Ich hab dich lieb!" - "Ich dich auch, Kleiner!" - "Du bist der beste gro?e Bruder der Welt!", meinte er mit dem Mund voller Eiscreme. Oh man... und er war der s??este kleine Bruder der Welt. Das war er wirklich.
Als wir das Eis aufgegessen hatten, plantschten wir noch eine Weile im Pool herum. Irgendwann wurde ich dann m?de. Also zog ich mich wieder an. Es war sowieso schon sp?t. Schon nach sieben... zusammen mit Jay ging ich wieder ins Haus zur?ck. Meine Eeltern waren immernoch nicht da. Das war eigentlich seltsam, normalerweise wollten sie bis um 5 wieder da sein... Nachdem ich mit Jay zu Abend gegessen hatte und ihn ins Bett gebracht hatte, beschloss ich, noch auf unsere Eltern zu warten. Sie standen bestimmt nur im stau. Auf der strasse zwischen Phoenix und unserem Kaff gab es oft mal Unf?lle. In meinen Lieblingsessel gekuschelt, schaute ich noch ein bisschen fern. Aber recht schnell fielen mir die Augen zu.
Geweckt wurde ich unsanft. Es klingelte an der T?re. Ich sah auf meine Armbanduhr. 4 uhr nachts. Schlaftrunken taumelte ich zur T?r. Wer kommt um diese Zeit und klingelt bei uns? "Ja, wer ist denn da?" sagte ich in die Gegensprechanlage. Man musste vorsichtig sein. Vor allem nachts." Police, Sir. Bitte ?ffnen sie die T?r." Police? Um diese Uhrzeit? Was wollen die denn? Z?gerlich machte ich die T?re auf, es waren tats?chlich Polizisten. "Meine Eltern sind nicht da. Ich darf sie nicht hereinlassen", meinte ich. "Bist du Chester?", fragte mich der Gr??ere der Beiden, ein dicker Mann mit Vollbart. Ich nickte." Wir sind hier, weil wir dir sagen m?ssen, dass deine Eltern einen Autounfall auf der Verbindungsstrecke nach Phoenix hatten und gestorben sind. Wir haben nur bis jetzt gebraucht, weil wir die Ausweise deiner Eltern nicht gefunden haben. Es tut mir leid." Der zweite Polizist hatte mit mir gesprochen. Er war klein und zierlich.
Das konnte nicht sein! Das durfte nicht sein! "Nein.." Ich wollte sie eigentlcih anherrschen, was der Schei? soll, aber alles was ich herausbekam, war dieses kr?chzen. "Nein.." ich stockte nochmal. "Nein, das muss ein Missverst?ndnis sein!", meinte ich, von mir selbst nicht ?berzeugt. Der Gro?e sch?ttelte den Kopf. " Tut mir Leid, es ist keines. W?rden Sie uns bitte hereinlassen, damit wir alles Wichtige gleich besprechen k?nnen?" ich nickte, wie bet?ubt sah ich ihnen zu, wie sie an mir vorbei in das Haus gingen. Mom und Dad! Nein, das konnte einfach nicht wahr sein! Das passiert doch immer nur den anderen...
An das Gespr?ch mit den Polizisten erinnere ich mich nicht mehr. Ich wei? nur noch, dass ich Jay danach geweckt hatte und unsere Sachen in Koffer packte. Ja, ich habe ihm gesagt, dass Mom und Dad tot waren. Er hat geweint und es eigentlich nicht richtig verstanden, nur dass sie nie mehr nach Hause kommen w?rden und wir in ein Heim m?ssten. Ich versuchte ihn irgendwie zu tr?sten, versprach ihm, ihn nie im Stich zu lassen, immer auf ihn aufzupassen. Ich habe nicht geweint. Ich konnte nicht. Denn mein Bruder brauchte mich. Ich musste f?r ihn stark sein. Wenige Stunden danach holte uns der Vormund ab und brachte uns in das Heim, indem wir bis zu meinem 18. Geburtstag bleiben sollten. Alles was unsere Eltern uns hinterlie?en wurde von ihm in Geld umgewandelt. Geld, das wir nie zu gesicht bekommen w?rden, wie sich sp?ter heraustellt. Wir hatten nichts mehr ausser uns selbst und ein paar Koffer mit Kleidern und Erinnerungen...
von mufu
Prolog:
Hi, ich bin Chester. Ich bin 18 jahre alt. Relativ gro?. Braune Augen. Dunkelbraune Haare. Manche Leute sagen ich bin ein echt h?bscher Kerl. Es gibt nur eine Sache, die ziemlich auff?llig ist an mir, in k?rperlicher Hinsicht. Und diese Sache st?rt ziemlich viele Leute. Was ich meine, sind meine Tattoos. Ich habe ziemlich viele. An meinen Unterarmen sind rund ums Handgelenk Flammen eint?towiert. Sie sind Rot und Blau. Sie reichen fast bis zum Ellbogen. An meiner linken Hand am kleinen Finger habi ch meinen Mondstein, und direkt daneben am Ringfinger - nunja einen Ring. er war das Erkennungszeichen von meiner Band. Linkin Park. Diesen Namen habe ich auf meinem R?cken, genau wie zwei Drachen, die sich um eine Fantasiefigur winden, die meine Freundin Sam gezeichnet hat. Auf meinen Oberarmen habe ich Fische. das ist mein Sternzeichen. Diese Gegen?berstellung von Wasser und Feuer spiegelt meine Seele wieder. Ich bin eigentlich ein ganz netter Typ. Alle haben mich immer als charmanten netten Jungen von nebenan kennen gelernt. Ich hatte ein sch?nes Leben, wohlbeh?tet, harmonisch, im Einklang mit meiner Familie. Das waren meine Eltern, und mein kleiner Bruder Jay. Doch ich wurde aus dieser Idylle herausgerissen. Meine Eltern starben bei einem Autounfall. Mein Bruder und ich kamen in ein Heim, indem wir geschlagen und missbraucht wurden. deswegen hab ich irgendwann meinen Bruder gepackt und bin abgehauen. Ich war damals 16. Mein Bruder 3. seitdem lebten wir auf der Strasse, und all die Leute die mir vorher in den Arsch gekrochen sind behandeln mich jetzt wie Abschaum. Aber am besten erz?hle ich euch alles der Reihe nach.
1. home, sweet home
Ich war 16 Jahre alt und das Leben war einfach sch?n. Ich war ein zierlicher, gro?er M?dchenschwarm. Immer einer der Klassenbesten. Ich konnte mir aus den sch?rfsten Br?uten meiner Schule die hei?este raussuchen und wenn ich ihr ?berdr?ssig war oder der Sex nicht gut genug war , standen noch gen?gend anderer mindestens genauso s?sser M?dchen regelrecht Schlange, um mit mir zusammenzusein. Denn ich war nicht nur ein gut aussehender Typ, sondern auch noch Shouter und Frontmann der erfolgreichsten Jugendband in ganz Arizona. Linkin Park. und nat?rlich bewunderten mich alle Jungs wegen meiner unz?hligen Tattoos. Es gab kaum jemanden, der nicht mit mir befreundet sein wollte. Kurz gesagt : Ich war ein verdammt toller Typ.
Aber das Wichtigste in meinem Leben war nicht die Band, die Br?ute oder die Schule, sondern meine Familie. Meine Mutter war eine h?bsche Frau in den 40igern. Sie war die Sanftmut in Person und man konnte ?ber alles, und zwar wirklich ?ber alles mit ihr reden. Sie hatte ein offenes Ohr und einen guten Rat f?r Jeden. Ich kann gar nicht beschreiben ,wie froh ich war sie zu haben. Ich habe sie geliebt. Und das von ganzem Herzen. Mein Vater war ein cooler Typ. Unter der Woche arbeitete er als Werkpolier im Strassenbau. Ein echter Knochenjob, aber er liebte seinen Beruf.
Am Wochenende ist er dann mit mir auf die Piste gegangen. Er war es, der mir erlaubt hatte mir meine Tattoos stechen zu lassen. Sein Lieblingsspruch dazu war immer: " Junge dein K?rper ist dein Tempel - gestalte ihn!" Er hatte auch ein Unmenge Tattoos und verstand meine Leidenschaft. Selbst als ich ihn um ein Lippenpiercing gebeten habe, hatte er zugestimmt. Er war der beste Vater der Welt. Und dann war da noch mein kleiner Bruder Jay. Er konnte eine echte Nervens?ge sein aber ich verg?tterte ihn regelrecht. Egal was er wollte, von mir hat er alles bekommen. Die meisten gro?en Br?der hassen ihre kleinen Geschwister regelrecht. bei Jay und mir war das nicht so. Wir waren immer f?reinander da. Nat?rlich gab es manchmal Streit, aber das ist ja normal.
Wir wohnten in einer kleinen Stadt, ca 50 Meilen s?dlich von Phoenix. Es gab nicht viel. Ein paar L?den, eine Disco, ein Altersheim, nichts besonderes. Unsere Nachbarn waren okay. Wir hatten keine Probleme mit ihnen, nicht mal, wenn wir Bandprobe bei mir hatten. Oft kamen Nachbarn zu mir und baten mich auf ihre Kinder aufzupassen. Sie f?nden es so sch?n, wie ich mich um meinen kleinen Bruder k?mmern w?rde, da vertrauten sie mir. Trotz ausgeflippter Frisuren und Tattoos am ganzen K?rper. Mit dem Babysitten habe ich mir ein Meng Geld verdient. Das hab ich auch gebraucht, denn ich hab? einen regelrechten Schuhtick. Fast jede Woche hab ich mir ein neues Paar gekauft. Und meine Leidenschaft f?r Ringe fra? auch einen Haufen Geld, denn ich kaufte nichts Billiges. Nur das Beste f?r den Herrn Zuk?nftiger Rockstar.
2. bad blow (schiksalsschlag)
Es war ein Tag wie jeder andere in diesem sommer. Es war pr?gelhei?, 113? Fahrenheit im Schatten. Gott sei Dank waren Ferien und mein Bruder und ich konnten den ganzen Tag in unserem aufblasbaren Pool sitzen und uns von der Sonne braten lassen. Meine Eltern wollten einkaufen fahren, nach Phoenix, das hie? wir waren den ganzen Tag allein.
Ich genoss es im weichen Gras in der Sonne zuliegen und an meinen Songtexten zu schreiben, w?hrend mein Bruder auf der Hollywoodschaukel einen Mittagsschlaf hielt. Bei solchen Gelegenheiten hatte ich immer die besten Einf?lle. Gerade hatte ich wieder einen grandiosen Song geschrieben. Ich konnte es kaum erwarten, ihn meiner Band vorzustellen. Okay, er war f?r die Jahreszeit ein bisschen ungew?hnlich, aber er war trotzdem geil.
Grinsend rappelte ich mich auf und streifte mir die Bxershorts ab. Unser Garten war ringsum von einer hohen hecke umgeben, also lief ich oft nackt herum, um am ganzen K?rper gleich braun zu sein. ich wei?, meine Eitelkeit ist furchtber, aber mokkafarbene Haut ?berall und dann ein wei?er Hintern? - Na das geht ja mal gar nicht, oder? Wohlig fl?tzte ich im Gras und lie? mich von der Sonne br?unen. Nach einer Weile begann sich Jay zu r?hren. Er w?rde in ein paar Minuten aufwachen. Da kam mir ein Einfall. grinsend lief ich, nackt wie ich war, ins Haus und pl?nderte das Eisfach. Keine paar Minuten sp?ter, hatte ich 3 Schachteln Eis in Kugeln in eine Sch?ssel gepackt - Vanille, Schoko, und Karamell - und war mit zwei L?ffeln bewaffnet wieder in den garten gelaufen.
Ich stellte die Sch?ssel im Gras ab, legte mich davor und begann das Eis zu l?ffeln. Den anderen L?ffel versteckte ich unter meinem Bauch. Jay regte sich wieder. Langsam nur brachte er die Augen auf und g?hnte herzhaft, dann blickte er zu mir. Seine Augen wurden kugelrund, als er den Eisberg sah. Dann sprang er auf
und rannte zu mir. "Ich will auch, Chazy!", rief er. " Ich hab keins mehr. Das war das Letzte ", antwortete ich, ?u?erlich todernst, innerlich grinsend " Aber du isst es doch nicht ganz alleine!" jammerte Jay mit flehendem Blick. "Doch!" - "Och bitte, Chazy! Bitte, bitte, bitte!", bettelte er. " Gib mir einen Kuss!", forderte ich. in Windeseile war er bei mir und dr?ckte mir einen feuchten Kuss auf den Mund. Ich m?sste l?cheln. Er war so s??...grinsend zog ich den L?ffel unter meinem Bauch hervor und hielt ihn ihm hin. Seine Augen begannen zu leuchten. " Danke Chazy!" rief er fr?hlich, " Ich hab dich lieb!" - "Ich dich auch, Kleiner!" - "Du bist der beste gro?e Bruder der Welt!", meinte er mit dem Mund voller Eiscreme. Oh man... und er war der s??este kleine Bruder der Welt. Das war er wirklich.
Als wir das Eis aufgegessen hatten, plantschten wir noch eine Weile im Pool herum. Irgendwann wurde ich dann m?de. Also zog ich mich wieder an. Es war sowieso schon sp?t. Schon nach sieben... zusammen mit Jay ging ich wieder ins Haus zur?ck. Meine Eeltern waren immernoch nicht da. Das war eigentlich seltsam, normalerweise wollten sie bis um 5 wieder da sein... Nachdem ich mit Jay zu Abend gegessen hatte und ihn ins Bett gebracht hatte, beschloss ich, noch auf unsere Eltern zu warten. Sie standen bestimmt nur im stau. Auf der strasse zwischen Phoenix und unserem Kaff gab es oft mal Unf?lle. In meinen Lieblingsessel gekuschelt, schaute ich noch ein bisschen fern. Aber recht schnell fielen mir die Augen zu.
Geweckt wurde ich unsanft. Es klingelte an der T?re. Ich sah auf meine Armbanduhr. 4 uhr nachts. Schlaftrunken taumelte ich zur T?r. Wer kommt um diese Zeit und klingelt bei uns? "Ja, wer ist denn da?" sagte ich in die Gegensprechanlage. Man musste vorsichtig sein. Vor allem nachts." Police, Sir. Bitte ?ffnen sie die T?r." Police? Um diese Uhrzeit? Was wollen die denn? Z?gerlich machte ich die T?re auf, es waren tats?chlich Polizisten. "Meine Eltern sind nicht da. Ich darf sie nicht hereinlassen", meinte ich. "Bist du Chester?", fragte mich der Gr??ere der Beiden, ein dicker Mann mit Vollbart. Ich nickte." Wir sind hier, weil wir dir sagen m?ssen, dass deine Eltern einen Autounfall auf der Verbindungsstrecke nach Phoenix hatten und gestorben sind. Wir haben nur bis jetzt gebraucht, weil wir die Ausweise deiner Eltern nicht gefunden haben. Es tut mir leid." Der zweite Polizist hatte mit mir gesprochen. Er war klein und zierlich.
Das konnte nicht sein! Das durfte nicht sein! "Nein.." Ich wollte sie eigentlcih anherrschen, was der Schei? soll, aber alles was ich herausbekam, war dieses kr?chzen. "Nein.." ich stockte nochmal. "Nein, das muss ein Missverst?ndnis sein!", meinte ich, von mir selbst nicht ?berzeugt. Der Gro?e sch?ttelte den Kopf. " Tut mir Leid, es ist keines. W?rden Sie uns bitte hereinlassen, damit wir alles Wichtige gleich besprechen k?nnen?" ich nickte, wie bet?ubt sah ich ihnen zu, wie sie an mir vorbei in das Haus gingen. Mom und Dad! Nein, das konnte einfach nicht wahr sein! Das passiert doch immer nur den anderen...
An das Gespr?ch mit den Polizisten erinnere ich mich nicht mehr. Ich wei? nur noch, dass ich Jay danach geweckt hatte und unsere Sachen in Koffer packte. Ja, ich habe ihm gesagt, dass Mom und Dad tot waren. Er hat geweint und es eigentlich nicht richtig verstanden, nur dass sie nie mehr nach Hause kommen w?rden und wir in ein Heim m?ssten. Ich versuchte ihn irgendwie zu tr?sten, versprach ihm, ihn nie im Stich zu lassen, immer auf ihn aufzupassen. Ich habe nicht geweint. Ich konnte nicht. Denn mein Bruder brauchte mich. Ich musste f?r ihn stark sein. Wenige Stunden danach holte uns der Vormund ab und brachte uns in das Heim, indem wir bis zu meinem 18. Geburtstag bleiben sollten. Alles was unsere Eltern uns hinterlie?en wurde von ihm in Geld umgewandelt. Geld, das wir nie zu gesicht bekommen w?rden, wie sich sp?ter heraustellt. Wir hatten nichts mehr ausser uns selbst und ein paar Koffer mit Kleidern und Erinnerungen...

