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Asylum

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  • Asylum

    Titel: Asylum
    Thema: Linkin Park
    Widmung: F?r Adam, Jack, Erik, Massimo und der Rest der Clique.
    Warnung: Umgangssprache, Beschreibung von Drogenmissbrauch, Angst, AU
    Disclaimer: Die Jungs sind entweder gl?cklich vergeben, verheiratet, single und allgemein heterosexuell. Alles hier ist lediglich im Ansatz an den real existierenden Personen orientiert!
    Anmerkungen: Mir fehlt leider ein LP-Beta mit Blick f?r RS und Zeichensetzung. Falls es Jmnd gibt der sich daf?r interessiert, soll er/sie mir einfach eine mail schicken.

    Wirkung von Cannabis: Marihuana verst?rkt vorhandene Gef?hle (auch die latenten negativen!), und sorgt f?r Entspannung, Ruhe und Heiterkeit. Gelegentlich werden Halluzinationen beobachtet. Hunger- und Durstgef?hle werden deutlich verst?rkt. Es treten aber auch Konzentrationsst?rungen, Antriebsminderung, Angst und Furcht vor Verselbst?ndigung der Gedanken auf. Gelegentlich kann THC Psychosen beg?nstigen. [drogenlexikon.de]



    Chester sa? in seinem Zimmer.

    Es war ein kleiner Raum, fast quadratisch, im Keller des renovierungsbed?rftigen Einfamilienhauses. Nur zwei kleine Fenster im oberen Drittel der Wand sorgten daf?r dass hin und wieder ein seichter Luftzug den Geruch von Moder aufwirbelte, wenn nicht sogar teilweise nach draussen trug.
    Daf?r mussten sich die einzelnen Partikel aber erst einen Weg durch die Stoffbahnen erk?mpfen, mit Denen die einzigen Tageslichtquellen verhangen waren.

    Er mochte es nicht wenn irgendwelche Passanten oder kleine Kinder jederzeit von der Stra?e aus zu ihm hineinsehen konnten.

    Die Schule hatte er heute ausfallen lassen.
    Weder der n?tige Antrieb, noch die Motivation waren, aus seiner Sicht, vorhanden. Stattdessen sa? er auf seinem Bett, die Musik laut aufgedreht so dass er ungeh?rt mitsingen konnte und wartete.

    Seine Mutter war nicht da.
    Wie jeden Tag um diese Uhrzeit stand sie auch heute in einer Fabrik, gut ?ber eine Stunde Busfahrt von ihrem Haus entfernt, am Flie?band und sortierte Sp?lschw?mme.

    Bis vor ein paar Monaten hatte er es sich nicht leisten k?nnen so luxuri?s zu schw?nzen. Denn dann h?tte Cameron bereits hier auf ihn gewartet. Alarmiert von dem vorgeschriebenen Kontrollanruf des schulischen Sekretariats.

    Cameron war der letzte Langzeitfreund seiner Mutter gewesen. Ein schm?chtiger, hochgewachsener Mann mit herabh?ngenden Schultern und einer Brille. Er hatte ausgesehen wie ein Langzeitstudent oder Lehrer. In Wirklichkeit arbeitete er aber gar nicht. Angeblich wegen seines R?ckens.
    Chester hingegen war sich sicher dass Cams Probleme ganz woanders lagen.

    Doch das hatte ihn nun nicht mehr zu interessieren.
    Eines Tages war Cameron einfach nicht mehr da gewesen, als Chaz vom Unterricht zur?ckkam.

    Und weder er, noch seine Mutter, hatten ein Wort dar?ber verloren.

    Hier lebte Jeder sein eigenes Leben.

    Nach einem ungeduldigen Blick auf die Uhr drehte er die Lautst?rke seines CD-Radios um fast die H?lfte runter und zog einen alten Schuhkarton unter einem Stapel Kleidung hervor.

    Er ?ffnete ihn, um die darin enthaltenen Gegenst?nde in einer festgelegten Reihenfolge heraus zu holen. So machte er das immer. Jeden Tag. Manchmal mehrmals. Immer mit derselben Abfolge und Positionierung seiner Utensilien.

    Vor ihm stand, das schwache Licht einer nackten Gl?hbirne reflektierend, eine kleine Glasbong. Kaum gr??er als ein Tennisball vom Bauchumfang her.
    Rechts befanden sich Tabak, eine Tupperdose, eine zum Stab verbogene B?roklammer und ein Feuerzeug.
    Die andere Seite war lediglich durch einen Aluminiumaschenbecher belegt, den er irgendwann mal bei McDonalds entwendet hatte.

    Routiniert, beinahe schon mechanisch, kippte er die graue Asche vom letzten Mal weg, um dann den Kopf mit s??lich riechendem Dope, aus der Dose, zu stopfen.
    Er legte seine Lippen an die ?ussere ?ffnung des schmalen R?hrchens, das aus dem Glask?rper herausragte, hielt eine Flamme an das Gras und atmete tief ein. Augenblicklich f?llte sich die Wasserpfeife gluckernd mit wei?en, wattig aussehendem Rauch, den er gierig einsaugte.

    Die Augen schlie?end, lie? sich Chester zur?ckfallen und atmete erst aus, als sein Hinterkopf die weiche Textur der Matratze ber?hrte. Seine Atemwege brannten und in seinem Mund vermischten sich ein bitterer und ein leicht s??licher Geschmack. Auch ein wenig W?rze, wie bei exotischem Geb?ck.

    Er genoss den langsam aufbauenden Rausch. Das Gef?hl von schwindelerregender Leichtigkeit in seinem Kopf, verbunden mit der pl?tzlichen Schwere seiner Glieder. Ein Bisschen wie der Zustand bleierner M?digkeit in dem man sich als Kind so oft wieder gefunden hat.

    Ein ungeduldiges Klopfen durchschnitt das zarte Gewebe seiner flie?enden Gedankeng?nge.

    Er stand auf, ging zum Fenster um nachzusehen wer es war, und gab dann ein Zeichen zum Hereinkommen. Ihre Haust?r war nie verschlossen wenn Jemand zu Hause war, so konnten Pakete, Briefe oder Sonstiges ohne Umst?nde auf dem gro?en Tisch in der K?che abgestellt werden, selbst wenn Chaz, aufgrund von zu lauter Musik, das Klingeln des Postboten nicht h?rte.

    Nur wenige Sekunden sp?ter waren bereits schwere Schritte zu h?ren, die auf die Stufen der Holztreppe niederprasselten, die hinunter zu dem kleinen Raum f?hrte.

    ?Na, Alter!?? begr??te ihn der Erste.
    Sein Name war Jack, bereits Ende Zwanzig, schlaksig mit Koteletten und einer langsamen Art zu sprechen.
    Er zog Chester mit einer Hand vom Bett hoch und umarmte ihn, wobei er ihm einen Kuss auf die dunklen Dreads dr?ckte.
    ?Ganz gut. Und selbst?? entgegnete der J?ngere, w?hrend sein Blick bereits zu dem zweiten Besucher wanderte.
    ??gut, gut.? Murmelte Jack. Als er sich der Anwesenheit seines Begleiters wieder bewusst wurde, winkte er ihn heran.
    ?Das ist Spike.? Stellte er ihn vor.
    ?Eigentlich heisse ich Michael.? Nuschelte der Angesprochene und reichte Chester die Hand. ?Aber Mike oder Spike ist auch okay.?

    Durch seine dicken Brillengl?ser hindurch musterte Chaz ihn.

    Mike war ein Bisschen gr??er als er, aber ungef?hr im selben Alter. Seine Haut hatte eine gesunde, leicht gebr?unte F?rbung. Diese Tatsache und die ungew?hnliche Form der AugenNasenPartie lie?en ihn exotisch erscheinen.
    Ansonsten unterschied er sich kaum von Chesters sonstigen Bekanntschaften.
    Gekleidet in weite Hosen und passendem Shirt, dazu die gegelten Haare, w?rde er in einer Gruppe von Jugendlichen kaum auffallen.

    ?Hi Mike.? Entgegnete Chaz leise und dr?ckte die warme Hand des Anderen kurz, bevor er sie wieder los lie? und einen Schritt zur?ck trat. ?Ich bin Chester.?

    ...

  • #2
    Re: Asylum

    Die Wirkung von Chrystal Meth/Methamphetamin: Der Konsum verursacht starke Euphorie, verringert das Schlafbed?rfnis, steigert die Leistungsf?higkeit und das Mitteilungsbed?rfnis. Das sexuelle Verlangen wird gesteigert. Hunger- und Durstgef?hl werden gemindert. Au?erdem k?nnen (bei h?heren Dosen) Halluzinationen auftreten. Die Wirkung ist ?hnlich der von Amphetamin, aber deutlich st?rker. [wikipedia.de]

    Die Wirkung von Kokain: Kokain bewirkt im Zentralnervensystem eine Stimmungsaufhellung, Euphorie, ein Gef?hl gesteigerter Leistungsf?higkeit und Aktivit?t, sowie das Verschwinden von Hunger- und M?digkeitsgef?hlen. [wikipedia.de]



    Ungef?hr eine Stunde sp?ter verabschiedete sich Jack. Wenn auch nicht ohne vorher von Chester ein paar Scheine in die eigene Tasche zu stecken, und daf?r ein kleines, in Geschenkpapier verpacktes, Paket auf den Tisch zu legen.

    ?Viel Spa? damit.? Meinte er grinsend, bevor sich die T?r zum Keller hinter ihm schloss.

    Mike betrachtete das Mitbringsel.
    Er hatte beschlossen zu bleiben, da Jack eine l?ngere Odyssey vor sich hatte, bei der er sicher nur im Weg gewesen w?re.
    Und so sa? er nun neben Chester auf dessen Bett, als sein Gastgeber ihm mit dem Fu? die Bong in seine Richtung schob.

    ?Nimm ruhig wenn du willst. In der Dose ist noch mehr.?

    Unentschlossen blickte der Gr??ere auf die Wasserpfeife, sch?ttelte dann aber doch den Kopf.
    ?Nein danke. Nicht so fr?h am Tag.?
    Chaz zuckte mit den Schultern. ?Was dagegen wenn ich???
    ?Nein. Nur zu.?

    Zum zweiten Mal an diesem Tag stopfte sich Chester einen Kopf um sich dann, Rauch aus der Nase sto?end, zur?ck zu lehnen. Mit glasigen Augen wandte er sich an Mike.
    ?Du kannst wirklich jederzeit??
    ?Danke. Wirklich. Aber ich mach das eh nur sehr selten. Und wenn; dann eher abends.?
    ?Dann vielleicht ne Kippe?? Er hielt ihm das Softpack einer Billigmarke hin.
    ?Nee.? Etwas verlegen hielt Michael beide H?nde abwehrend vor die Brust. ?Ich rauche nicht.?
    ?Bist du in irgendeiner Sekte oder warum bist du so?? Er suchte angestrengt nach einem passenden Wort das ihm nicht allzu beleidigend erschien. Gab es aber schlie?lich auf. ??so halt.?
    ?So brav?? half Mike ihm aus und grinste.
    ?Wenn du?s so nennen willst.? Entgegnete ihm Chaz und streckte sich gen?sslich, wobei
    ein lautes Knacken aus der Richtung seines R?ckens zu h?ren war, um sich dann seitlich auf die weiche Matratze zu legen.
    ?Also??
    Auch Mike lie? sich zur?cksinken, so dass er mit dem Anderen auf Augenh?he war. Zwar hatte er selbst Nichts geraucht, doch der Dunst, der sich hartn?ckig im Raum hielt, verfehlte dennoch nicht seine Wirkung.
    ?Also?Ich bin in keiner Sekte. Ich mag?s nun mal n?chtern zu sein. F?r eine Party ist es okay. Aber ansonsten will ich mitbekommen was so abgeht.?

    Als Chester daraufhin Nichts mehr sagte und sie ein paar Minuten schweigend die Decke anstarrten, versuchte Mike das Gespr?ch wieder in Gang zu bringen, bevor es v?llig einschlafen w?rde und er so keinen Grund mehr h?tte noch l?nger zu bleiben.

    ?Aber wie kamst du ?berhaupt auf die Idee mit der Sekte?? fragte er. ?Bist du denn in Einer??
    ?Ich? Nein. Meine Mum ist streng gl?ubisch. Damit hab ich aber nicht viel am Hut.?
    ?Glaubst du an Gott??
    Mit einem angedeuteten Verziehen der Mundwinkel, musterte ihn sein Gegen?ber. ?Willst du auf etwas Bestimmtes hinaus oder was wird das hier??
    Sofort f?rbten Mikes Wangen und Ohren sich r?tlich. Er f?hlte sich auf seltsame Weise ertappt.
    ?Eigentlich nicht. Ich?ich will mich nur unterhalten.?

    ?Wie w?r?s wenn du mein Geschenk f?r mich ?ffnest?? schlug Chaz, mittlerweile offen schmunzelnd, vor und deutete auf das Paket von Jack. ?Wir k?nnen ja w?hrenddessen
    reden.?
    Auf eine verbale Zusage verzichtend, griff Mike direkt nach dem P?ckchen und zog es zu sich um es zu ?ffnen. W?hrendessen z?ndete sich Chester Eine von seinen Zigaretten an.
    Das weihnachtlich anmutende Packpapier reflektierte und knisterte leise zwischen seinen Fingern. Tats?chlich f?hlte er sich ein Wenig an Heiligabend erinnert, wenn er als Kind unter dem aufgestellten Baum gesessen und, mit fiebriger Erwartung, die sch?tzende H?lle um seine Geschenke zerrissen hatte.

    Neugierig ?ffnete er anschlie?end den freigelegten Karton.

    In ihm befanden sich mehrere durchsichtige Plastikbeutel die wiederverschlie?bar waren. Exakt die Selben benutzte seine Mutter um Reste aufzuheben und Diese dann im K?hlfach zu verstauen.
    Er nahm eine der T?ten heraus um sie genauer begutachten zu k?nnen.

    ?Chrystal.? Kl?rte Chester ihn auf, bevor er fragen konnte um was es sich bei dem weissen Pulver handelte.

    Behutsam rieb er es zwischen zwei Fingern.
    Selbst durch die Kunststoffverpackung hindurch, konnte er die kleinen Br?ckchen sp?ren, aus denen die Droge bestand. Fast wie Eis. Nur war es nicht kalt.

    Ein weiterer Blick in das innere des Pakets zeigte ihm dass noch mindestens zwei weitere Beutel mit Chrystal Meth gef?llt waren. Daneben gab es noch ein anderes Pulver und Dope.

    ?Vertickst du das auch oder ist das Alles f?r den Eigenkonsum??
    Sich wieder hinsetzend, nahm Chaz ihm die T?te aus der Hand und legte sie zu den Anderen bevor er antwortete.
    ?Beides. Ein Teil davon verkaufe ich an Freunde. Je nachdem wie viel ich mir gerade leisten kann. Jack kann mir immer nur ab einer bestimmte Menge was mitbringen.?

    Mike nickte, obwohl er kaum Etwas von dem wirklich verstand was der Andere da sagte. Bisher hatte er kaum Etwas mit h?rteren Drogen zu tun gehabt. Oder mit offenen Konsumenten davon.
    Nur die ?blichen Kiffer, die es in jeder Clique gab, kannte er.

    Vielleicht fand er die ganze Situation deshalb so reizvoll. Chester erschien ihm durch dieses P?ckchen und dessen Inhalt irgendwie exotisch. Wie der Angeh?rige einer v?llig fremden Kultur.
    Auch die Art und Weise wie er selbstverst?ndlich dar?ber sprach barg Stoff f?r eine eigenwillige Faszination an seiner Person.

    ?Was ist das Andere?? hakte er nach. Weniger aus Interesse an der Droge selbst, sondern mehr darauf aus Chesters Erkl?rung dazu zu h?ren.
    ?Koks.? Entgegnete Chaz ruhig.
    ?Ist das nicht sehr teuer?? Mike konnte sich kaum vorstellen dass ein normaler Sch?ler sich Kokain leisten konnte. Schlie?lich war es als die Droge der Reichen und ber?hmten bekannt. Gerade weil der Preis es in sich hatte.
    ?Sechzig pro Gramm. Freundschaftspreis.? Er zog die Nase hoch und versuchte durch leichtes Reiben an der Seite offensichtlich ein st?rendes Jucken zu vertreiben. ?Also noch recht g?nstig.?
    Noch bevor Mike nachhaken konnte beantwortete er dessen Frage, die ihm geradezu ins Gesicht geschrieben war.
    ?Ich gehe kellnern und helfe aus wo immer ich kann. Das reicht um mir einmal pro Monat Nachschub zu holen.?

    ?Darf ich dich noch Etwas fragen?? Mike sah Chester nun direkt an, wobei ihm die Augen des Kleineren durch dicke Brillengl?ser und ein paar dunkle Str?hnen unverhohlen ansahen.
    ???t?rlich.?
    ?Warum nimmst du das Zeug??

    ...

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